Freitag, 26.06.09; 18:07 Uhr – Wir sind gerade noch diesem heftigen Gewitter entkommen. Hier unter diesem Freisitz am Waldrand finden wir Schutz vor den Wassermassen. Doch zum Glück ist es nach einer Stunde wieder vorbei. Ach ja, wir befinden uns im Jungscharlager, das habe ich fast vergessen zu erwähnen. So kann ich doch noch trocken unser Lager einrichten – Zelt aufstellen, „Donnerbalken“ ausheben, Feuerstelle einrichten und vieles mehr. Danach noch eine Nachtwanderungen und ein paar Würstchen und ab ins Bett um für den nächsten Tag fit zu sein!
Doch der Himmel ertränkt uns beinahe an diesem Samstagmorgen. Monsunartiger Regen setzte ein – und auf eine Besserung ist keine Aussicht. Somit verbringe ich mit meinen Kameraden den Vormittag im Bad Blau. Und nach dem Besuch beim Mc Donalds hat es sich auch der Himmel wieder anders überlegt und es geht auf eine geheime Mission in den schwäbischen Jungel (zur Erklärung: Dichter Wald!). Leider darf ich unter Auflage meiner Geheimhaltungspflichten nicht ein Wort davon erwähnen! Der Code der Mission ist schließlich nicht umsonst „top secret“. Es ist aber total spannend und übertrifft meine Erwartungen bei weitem.
Am Abend ist noch ein Fußballspiel gegen die Helfer angesagt bevor Johannes M. zum Gemeinschaftsabend die Bedeutung eines reinen Herzens hervorhebt. Es steht in Spr.4,23 in einer anderen Übersetzung, dass man das Herz vor allem andern bewahren soll, weil daraus das Leben hervorgeht. Wenn die Kommando-Zentrale besetzt ist, dann hat der Feind gesiegt. Ich soll immer Herrscher über „meine Kommando-Zentrale“ sein! Dann habe ich Kraft um das Böse zu überwinden. Ich muss selber wählen was ich will. Mein Gewissen, oder auch meine innere Stimme sagt mir was richtig ist. Ich soll dieser Stimme gehorsam sein, dort wo ich alleine bin. Dann werde ich wirklich richtig glücklich.
Leider vertreibt uns der Regen auch an diesem Abend. Aber zum Glück ist er nur von kurzer Dauer. Somit erlebe ich noch einen Überfall auf unser Lager hautnah! Nachdem ich diese Gestalten weggescheucht habe falle ich todmüde in mein Bett.
Nach dem Frühstück – heute zu Beginn bei strahlendem Sonnenschein ;-) helfe ich mit das Lager aufzuräumen. Danach fahre ich zu einer „Affenschaukel“ in den Wald. Zum Schluss setzte ich mich auf mein Fahrrad und lege die 20km lange Wegstrecke nach Hessenhöfe zurück. Dort bekomme ich zum Abschluss als Belohnung ein Eis vom Italiener.
Als Resümee dieses Wochenendes kann ich folgendes sagen: Es gibt nichts wichtigres als ein reines Herz. Und die ganzen äußeren Umstände haben mich wohl oder übel weitaus flexibler werden lassen!
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