Was wo arbeitest Du und was sind Deine Aufgaben?

Als ich im A-Team angefangen habe wusste ich nicht welche Arbeit mich erwartet. Ich hab die ersten Monate mit ca. 15 Jungs vom A-Team Schallschutzwände für Autobahnen bzw. Schnellstraßen in Norwegen produziert. Ich bin Gabelstapler gefahren und habe noch den Rest der Produktionsbahnen aufgebaut, geschweißt usw.

Dort habe ich ca. 4 Monate gearbeitet. Ende Mai kam ich dann nach Brunstad und habe dort angefangen in der Werksatt zu arbeiten. Autos, Traktor, Radlader, Lastwagen usw. zu reparieren. Ab und zu bin ich mal Lastwagen gefahren oder mit dem Traktor unterwegs gewesen.

Hier in Kanada arbeite ich für einen Bruder der Gemeinde. Ich fahre viel Gabelstapler: LKW abladen und beladen. Ab und zu werden auch kleine Sachen gebaut. 

Ansonsten ist 2 bis 3 mal die Woche arbeiten für die Gemeinde bzw. Brunstad angesagt (workparty), jeweils abends ab 18 Uhr oder am Wochenende. Da arbeiten dann alle ab dem Jugendalter mit Chicken-Catching.

Wie klappt es mit der Sprache?

Mit der Sprache geht es eigentlich ganz gut. Zumindest hab ich bisher immer bekommen was ich brauchte, auch wenn ich am Anfang öfter mal Hände und Füße dazu brauchte.

Bevor ich ins A-Team ging konnte ich ja so gut wie kein Norwegisch. Aber ich habe dort dann sehr viel und sehr schnell das Wichtigste gelernt, nicht zuletzt auch deshalb, weil ich einen Norwegisch-Kurs besuchte. Aber seit ich mich mit den Leuten unterhalten kann und verstehe was sie wollen, hat es wieder etwas nachgelassen. Wie gesagt, bissle besser dürfte es schon sein.

Hier in Kanada sprechen wir nur Englisch. Ab und zu auch Norwegisch - immer dann, wenn ich es auf Englisch nicht verstehe. Mein Englisch ist auf jeden Fall viel besser geworden seit ich hier bin, aber da gibt’s auch noch einiges zu lernen.

Was war Dein schönstes Erlebnis?

Das ist schwer zu sagen. Es ist einfach alles schön, man muß es einfach erleben.

Was nimmst Du persönlich aus der Zeit bisher mit?

Für mich persönlich ist die Zeit im A-Team die beste Zeit die ich hatte, und die werde ich auf jeden Fall nicht so schnell vergessen. Speziell die Versammlungen und die Brüder so zu erleben das ist einfach super, ich will es so sagen: Es gibt nichts Besseres.

Oft hatten wir donnerstags Gebetsstunde. Die haben einen großen Eindruck auf mich gemacht. Aber nicht nur das. Auch das Arbeiten mit so vielen gleichaltrigen Jugendlichen. Alle haben das gleiche Ziel und kämpfen für die gleiche Sache. Jeden Abend ist irgendwo etwas los in einer Hütte, im Loven oder sonst irgendwo. Die Gemeinschaft die man erlebt und die vielen Freunde, die man bekommt kann man nicht mit Geld oder sonst irgend etwas in der Welt bezahlen.

Ich will wirklich ein Opfer sein und meinen Leib geben, egal wo ich bin, so dass das Leben hervorkommt von dem wir in der Gemeinde hören.

Vermisst du irgendetwas?

Naja, ich habe hier eigentlich alles was ich brauche, trotzdem fehlt mir der Hessa bzw. ’sSchwobaland scho a bissle. Vielleicht auch der Hof, das Zuhause, es war zwar immer sehr viel Arbeit, aber trotzdem sehr schön.

Eine Sache habe ich in Norwegen auf jeden Fall schwer vermißt und das war das DEUSTCHE ESSEN! Ich glaube die meisten wissen von was ich rede und den deutschen Service. Hier in Kanada ist das viel besser. Man kann es mit Deutschland vergleichen.

Hast Du auch vor wieder auf den Hessa zurückzukehren?

Ich bin zunächst für 3 Monate in Kanada. Auch in den USA bin ich auch ab und zu, weil wir nur 30 Minuten von der Grenze wohnen. Aber ich habe auf jeden Fall vor, wieder auf `n Hessa zom komma. Die Frage ist nur wann...

Möchtest Du jemanden grüßen?

Ja! Auf jeden Fall alle Jungs vom Hessa - die jonge Kerle, ich glaub da brauch ich keine Namen nennen. Auch die Jungs von der Jungschar, ganz liebe Grüße an euch. Und jeden, der dieses Interview liest!